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Idee und Zielsetzung

Werteorientierte Medienbildung an den Schulen nimmt an Attraktivität zu, wenn sie von gleichaltrigen Schülern durchgeführt wird. In einer Kooperation bilden das Institut für kulturrelevante Kommunikation und Wertebildung (Bojan Godina), die Vimotion (Harald Grübele) und die Präventionsstelle der Kriminalpolizei Waiblingen (Leo Keidel) Kinder und Jugendliche aus, die in ihren Altersgruppen mediale Aufklärungsarbeit mit Hilfe medialer Präsentationen leisten können.

Ziel ist es, die Beeinflussungsstrategien der Medien aufzuzeigen und diese anhand der Menschenrechte und ethischer Fragestellungen zu überprüfen. Dabei werden jugendliche Mitarbeiter auf persönlich-psychologischer Ebene begleitet und die Effektivität ihres Einsatzes wird durch Videoaufnahmen und Fragebögen evaluiert bzw. qualitativ gefördert.

Problembeschreibung

Die heutige Medienindustrie ist verleitet aus marketingstrategischen Gründen immer subtilere Wirkungsstrategien in Computerspielen, Filmen, Printmedien bzw. der Werbung zu kultivieren. Ob es dabei um Gewaltverherrlichung, Konsumdruck oder unerreichbare Idealbilder geht – die Strategien sind äußerst wirksam. Kinder und Jugendliche haben weder eine Vorstellung von den Beeinflussungsmethoden noch von dem Forschungsapparat der die Bedürfnisse und Steuerbarkeit der Konsumenten systematisch für die Anwendung erforscht und beeinflusst.

Ursachenanalyse und -bewertung

Solange Kinder und Jugendliche über positive bzw. bedenkliche Beeinflussungsmethoden der Medienindustrie nicht informiert werden, kann man nicht von echter Medienkompetenz ausgehen. Andererseits gibt es im Moment kein pädagogisch-ethisches System, das auf die Medienwelten systematisch übertragbar wäre. Eine weitere Problemursache liegt in der Kluft zwischen den Erwachsenen und der Generation der Jugendlichen. Vor allem in der Medienwelt der Jugendlichen, die sich eklatant von der Erwachsenenwelt unterscheidet, ist Peer-to-Peer-Education eine vorteilhafte Alternative.